Germania Fritzlar mit verdientem Erfolg beim Berliner TSC – Erste emotionale Abschiede

 

Statistisch ist alles schon gelaufen. Der Berliner TSC wird die Spielzeit wie in der vorherigen Saison auf dem 7.Tabellenplatz abschließen. Trotz des sportlich deutlich und entspannt erreichten Saisonzieles, nämlich dem vorrangigen Qualifizieren für die 3.Liga 2017/18, hatte sich der Vorstand des Berliner TSC und die Handballabteilungsleitung vor Ostern dazu entschieden, für die kommende Spielzeit nicht mehr für die dritthöchste Spielklasse Deutschlands zu melden.

So bekam das Spiel gegen den noch amtierenden Staffelmeister Germania Fritzlar eine ganz neue Bedeutung. Erste Abschiede standen auf dem Programm. Die Hallenwarte überraschten die Spielerinnen in der Kabine mit Rosen und Sekt und Teammanager Ernst-Heinrich Hoth verabschiedete sich schon vor der Teambesprechung mit persönlichen Worten an die Mannschaft. Er selbst wird beim letzten Heimspiel kommenden Sonntag nicht mehr dabei sein.

Es wurde einfach für Jeden von Minute zu Minute realistischer: Noch 120 Spielminuten, dann ist es mit den 1. Frauen des Berliner TSC und der 3.Liga für viele ungewollt vorbei. Jetzt eben noch mal gegen Germania Fritzlar und am kommenden Sonntag gegen das Juniorteam des HC Leipzig. „Und wir wollen beide Spiele natürlich gewinnen und uns bei allen unseren treuen Zuschauern für die jahrelange tolle Unterstützung bedanken“, gab das Trainerteam der Mannschaft in einer am Ende emotionalen Besprechung mit auf den Weg. Man gab sich alle Mühe, die Vorbereitung so optimal und normal wie möglich zu gestalten.

Das Spiel gegen Fritzlar ist dann aber doch schnell erzählt. Wie gegen die Hessen schon üblich, verschlief die Mannschaft ein wenig den Start. Wieder waren die Gäste zum Beginn wacher, gradliniger und entscheidungsfreudiger und so musste der TSC schnell einem Rückstand hinterherlaufen. Während des Spieles zeigten sich die Gäste vor allem optimal auf Ann-Catrin Höbbel eingestellt, so dass die Berliner Toptorschützin nur auf zwei Feldtore kam.

Mit großem Aufwand schaffte das Team um Carlo Gregarek zwar immer wieder mal den Anschluss, ohne das Spiel aber je auszugleichen. In der zweiten Halbzeit riss der Kontakt dann aber mehr und mehr ab und Germania Fritzlar spielte das Spiel souverän zu Ende. Ein verdienter Erfolg, den jeder auf Berliner Seite schnell anerkannte. „Unsere Abwehr stand viel besser als in den letzten Spielen gegen Germania. Offensiv hätte man mit ein bisschen mehr Konzentration noch einiges bewegen können. Aber wer konnte in dieser Situation schon 100 % bei der Sache sein“, schloss Carlo Gregarek den Nachmittag ab. „Fritzlar war heute besser, da versuchen wir jetzt auch keine Ausreden zu finden.“

Nun ist es also nur noch ein einziges Spiel. Kommenden Sonntag gegen das Juniorteam des HC Leipzig um 17:00 Uhr in der Seelenbinderhalle. Der Eintritt ist frei !
 

 

Fotos: Andy P. Razzi und Matthias Erdmann

 

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